Der aktuelle Juni Rundbrief 2021  Corona Spenden-Aufruf

Sehr geehrte Spenderinnen und Spender

Wir hoffen, dass es Ihnen und Ihren Familien gut geht und Sie gesund sind. In Europa können die Massnahmen gegen die Corona-Pandemie zunehmend gelockert werden. Doch täglich erreichen uns Bilder von der katastrophalen Situation in Indien.
Wie Sie in unserem letzten Rundbrief lesen konnten, hilft unsere Partnerorganisation Shanthimalai Trust seit dem Ausbruch denjenigen, die von den Folgen der Pandemie besonders stark betroffen sind. Wir freuen uns, berichten zu können, dass diese Bemühungen von dem District Collector (Landrat) gewürdigt wurden.

Es ist uns ein Anliegen, Sie über die aktuelle Situation zu informieren und zu berichten, wie der Shanthimalai Trust die Not in der Bevölkerung zu lindern versucht.

 

Die aktuelle Situation in Indien

Obwohl nun über 10% der Inderinnen und Inder geimpft sind, stiegen die Fallzahlen Ende März explosionsartig an und erreichten Anfang Mai Höchstwerte von 400‘000 Neuansteckungen pro Tag, wobei die Dunkelziffer zwei bis fünf Mal so hoch geschätzt wird. Auch ohne die Dunkelziffer werden bereits seit Ende April 40 Prozent der Corona-Neuinfektionen weltweit in Indien verzeichnet.

Seit dem 10. Mai ist die Region um Tiruvannamalai wieder abgeriegelt und die Menschen dürfen nicht ohne spezielle Erlaubnis das Haus verlassen. Dies führt zu schwerwiegenden Konsequenzen für die länd- lich geprägte Bevölkerung. Da Indien nur über ein rudimentäres Sozialhilfesystem verfügt, steigt die Not der Menschen vor Ort. Es fehlt an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung. Insbesondere gibt es zu wenig Beatmungsgeräte für Patientinnen und Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf. Bedingt durch diese Knappheit wachsen korrupte Strukturen und es ist den erkrankten Menschen oft nur mit Bestechung möglich, an die dringend benötigten medizinischen Geräte zu gelangen.

Der Shanthimalai Trust begegnet diesen grossen Herausforderungen mit zwei Programmen, die wir Ihnen imFolgenden kurz vorstellen wollen.

Rundbrief als PDF

Täglich wird Essen an Bedürftige verteilt

Massnahmen des Shanthimalai-Trusts

Der Shanthimalai Trust initiierte ein COVID-Care-Support-Programm, dessen Aufgabe folgende Punkte um- fasst:

  • In Zusammenarbeit mit der ehemaligen Klinik des Shanthimalai Trusts, die nun selbstständig ist, verbessert der Trust die medizinische Versorgung für die Menschen vor Ort. Insbesondere stellt der Trust Sauerstoffflaschen und Beatmungsgeräte zur Verfügung, sodass erkrankte Menschen angemessen behandelt werden können. Einerseits wird daran gearbeitet, die notwendige Infrastruktur in der Klinik zu schaffen, sodass 50 - 100 Patientinnen und Patienten stationär aufgenommen werden können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 2700 CHF pro Tag, was weitaus günstiger ist, als es in einer gewinnorientierten Klinik der Fall wäre. Zum anderen wurden bereits 60 mobile Sauerstoffanreicherungsgeräte angeschafft, die ambulant eingesetzt werden können und es sollen noch 20 weitere angeschafft werden.

  • Es werden weiterhin Lebensmittel an hungernde Familien geliefert.

  • Ein wichtiger Beitrag ist auch die Aufklärung darüber, wie man sich vor COVID-19 schützen und die Aus-breitung des Virus verhindern kann.

  • Familien, die auf Grund der aktuellen Situation ihr Einkommen verloren haben, erhalten finanzielle Unterstützung.

  • Das Projekt unterstützt Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, bei der Wohnungssuche.

Neben der medizinischen Versorgung ist Bildung ein zentraler Aspekt des Trusts. Nach wie vor sind die Schulen in Indien geschlossen und es ist noch keine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb in Sicht. Es wurden viele Anstrengungen unternommen, um dieser schwierigen Situation zu begegnen. So sind beispielsweise die Lehrerinnen und Lehrer selbst in die Dörfer der Schulkinder gefahren und haben dort im Freien unterrichtet. Dies stellt jedoch keine langfristige Lösung dar. Zumal mit den Massnahmen nicht alle Kinder erreicht werden können und seit dem verschärften Lockdown dieser Unterricht in den Dörfern nicht weiter möglich ist. Jeder Tag mehr ohne Bildung verkleinert die Chancen den Kreislauf von Chancenungleichheit und Armut zu durchbrechen.

Die aktuelle Situation trifft junge Schülerinnen und Schüler der Schule besonders hart, da es für viele von ihnen nicht möglich ist, an einem digitalen Fernunterricht teilzunehmen. Die notwendige technische Infra- struktur ist für sie aber auch für viele Lehrerinnen und Lehrer nicht gegeben. Aus diesen Gründen hat der Trust ein umfangreiches Projekt zur Digitalisierung der Schule ins Leben gerufen. Es umfasst die Anschaffung der notwendigen Hard- und Software, sowie die notwendige didaktische und technische Schulung des Personals und der Schülerinnen und Schüler. Dies stellt für die Schule eine grosse Herausforderung dar und ist mit einem Investitionsbedarf in Höhe von über 120.000 CHF verbunden. Ein derartiges Projekt setzt eine sehr genaue Planung voraus, welche gerade intensiv erarbeitet wird. Es muss entschieden werden, welche Geräte angeschafft, wie diese betreut werden, welche Software sich am besten für die Situation vor Ort eignet und wie die Fort- und Weiterbildungen für das Personal organisiert werden können.

Der grosse Vorteil ist, dass diese Strukturen auch nach der Schulöffnung von grossem Nutzen sein werden. Neben dem klassischen Präsenzunterricht etabliert die Schule so ein zweites Standbein, welches die me- diale Bildung der Schülerinnen und Schüler fördert und somit zeitgemässes Lehren und Lernen verwirklicht

Vorbereitung von Essens-Paketen

Spendenaufruf

Zusammen mit unserer Partnerorganisation Shanthimalai Trust versuchen wir von der Stiftung Aruna, so gut wir können, der notleidenden Bevölkerung in der Region um Tiruvannamalai zu helfen. Wie oben beschrieben, konnte der Shanthimalai Trust neben den bestehenden Projekten zwei weitere auf den Weg bringen, um in der aktuellen Situation die Menschen zu unterstützen. Das neu eingerichtete COVID-Care-Support- Programm und das Digitalisierungsprojekt der Schule sind auf die Grosszügigkeit von vielen Spenderinnen und Spendern angewiesen.

In unserer Arbeit als Stiftung sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen und wir würden uns sehr freuen, diese Projekte gemeinsam mit Ihnen zu unterstützen. Jede Spende wird mehr denn je gebraucht. Wenn Sie speziell für die oben beschriebenen Projekte spenden wollen, dann geben Sie bitte den Verwendungszweck „Virushilfe“ bei der Überweisung an.

Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre langjährige Unterstützung!

            

Stiftung Aruna, Libellenstasse 26, 6004 Luzern
Obwaldener Kantonalbank, IBAN: CH86 0078 0000 308 525 151

Betreff: COVID-19

 

Immanuel Stocker - Präsident       Martin Bütler - Vize-Präsident